Als sich am 1. Februar 1558, einem Tag vor Hypopanti (Darstellung des Herrn im Tempel), der auch als Tag Mariä Reinigung bzw. Lichtmeß bezeichnet wird, die Vertreter von Stadt und Universität mit dem Rektor Johannes Schröter an der Spitze zum Empfang der drei Herzöge aufmachten, ging für viele ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. In Jena gab es nun eine reichsrechtlich voll anerkannte Universität. Die kaiserliche Urkunde trägt das Datum vom 15. August 1557.
In den zurückliegenden zehn Jahren nach Gründung der Hohen Schule entfaltete sich in Jena ein reges akademisches Leben in den Fakultäten. Eine päpstliche oder kaiserliche Anerkennung fehlte aber, ein Promotionsrecht, wie es Universitäten besaßen, bestand nicht. Begünstigend für die Entscheidung des Reichsoberhauptes, Ferdinand I., die Jenaer Hohe Schule zu privilegieren, wirkten sich der Ausgleich mit den Lutheranern im Augsburger Religionsfrieden 1555 und erneute Verhandlungen zwischen protestantischen und katholischen Reichsständen im Verlaufe des Jahres 1557 aus.

Stiftungsprivileg 1557 Statut von 1558 Matrikel der Universität
Von der Hohen Schule zur Universität
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Johannes Schröter 

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