Franz I. von Frankreich und Kaiser Karl V. schlossen 1544 einen Vertrag, der dem Kaiser Unterstützung im Vorgehen gegen die Protestanten im Reich zusicherte. Der Kaiser konnte auch auf die Unterstützung durch den Papst im militärischen Kampf gegen die Protestanten hoffen. 1545 gelang es König Ferdinand I. mit den Türken einen Frieden auszuhandeln. Zugleich versuchte sein Bruder, Kaiser Karl V., das Lager der Protestanten aufzusprengen. Sein größter Erfolg waren Verhandlungen mit Moritz von Sachsen, dem er für ein neutrales Verhalten bei militärischen Konflikten die sächsische Kurwürde versprach. Der Reichstag zu Worms von 1545 hatte zudem bestätigt, dass die Protestanten an dem für 1545 in Trient angesetzten Konzil, auf dem eine Einigung zwischen den Religionsparteien erreicht werden sollte, nicht teilnehmen wollten. Der sog. Schmalkaldische Krieg brach schließlich im Sommer 1546 aus. Gegen den Schmalkaldischen Bund Schmalkaldischer Bund: Militärisches Bündnis der Protestanten, gegründet 1530/ 1531 in Schmalkalden. Mitglieder wurden Kursachsen, Hessen, Braunschweig-Lüneburg, Braunschweig-Grubenhagen, Anhalt, Mansfeld, die Reichstädte Bremen, Lübeck, Magdeburg, Straßburg, Nürnberg, Konstanz, Memmingen, Lindau, Biberach, Isny. wurde die Reichsacht verhängt. Nach anfänglichen Erfolgen unterlagen die verbündeten Protestanten in der Schlacht bei Mühlberg an der Elbe unweit von Torgau am 24. April 1547. Johann Friedrich I. wurde die Kurwürde aberkannt, die seitdem an die zweite wettinische Linie Haus Wettin: Altes Adelsgeschlecht mit Stammsitz in Wettin/ Saale, führt sich schon auf die Zeit des Sachsenkönigs Widukind bzw. Karls des Großen zurück; sichere Nachweise seit dem 10. Jahrhundert; seit 1422 Inhaber der sächsischen Kurwürde , die in Dresden residierenden Albertiner Albertinische Linie: Herzog Albrecht von Sachsen (1443-1500), der Begründer der albertinischen Linie, wählte, im Zuge der Landesteilung 1485, das meißnische Gebiet mit Teilen des Osterlandes und Thüringens. Mit dem Gewinn des erzgebirgischen Silbergrabens ließ er u.a. die spätgotische Albrechtsburg zu Meißen errichten. unter Moritz von Sachsen überging. Den Ernestinern Ernestinische Linie: Kurfürst Ernst von Sachsen (1441-1486) war, nach der Landesteilung 1485, der Begründer der ernestinischen Linie und erhielt neben dem Kurkreis um Wittenberg den Großteil der Landgrafschaft Thüringen mit den fränkischen und vogtländischen Besitzungen sowie Teile des Pleißen – und Osterlandes. blieben lediglich ihre thüringischen Besitzungen um die Zentren Weimar, Eisenach und Coburg.
Ferdinand I. Moritz von Sachsen
Politik 1544-1547

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Karl V. - Portrait von Tizian 1548

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