Johann Friedrich I. wurde am 30. Juni 1503 in Torgau als Sohn des Herzogs/ Kurfürsten Johann dem Beständigen und Sophies von Mecklenburg geboren. Sein Onkel, Friedrich der Weise, war der erste sächsische Landesherr, der Luther förderte. Vater und Onkel waren sehr darum bemüht, dem Kurprinzen eine gute Bildung und Erziehung angedeihen zu lassen. Johann Friedrich nahm regen Anteil an Luthers Reformation und seit 1525 großen Einfluss auf den Aufbau der lutherischen Landeskirche in Kursachsen. 1529 fand die Protestation der evangelischen Stände ebenso seine Zustimmung, wie auch die ein Jahr später vorgelegte Augsburger Konfession, die seine Unterschrift trägt. 1530/31 gehörte der Kurprinz zu den Gründern des Schmalkaldischen Bundes Schmalkaldischer Bund : Militärisches Bündnis der Protestanten, gegründet 1530/ 1531 in Schmalkalden. Mitglieder wurden Kursachsen, Hessen, Braunschweig-Lüneburg, Braunschweig-Grubenhagen, Anhalt, Mansfeld, die Reichstädte Bremen, Lübeck, Magdeburg, Straßburg, Nürnberg, Konstanz, Memmingen, Lindau, Biberach, Isny. . 1532 übernahm Johann Friedrich I. nach dem Tod seines Vaters die sächsische Kurwürde. Er wurde nach der verlorenen Schlacht unweit von Mühlberg/ Elbe 1547 von den Kaiserlichen gefangen genommen. Um die tiefe Krise, in der sich das ernestinische Staatswesen befand, überwinden zu können, gründeten die Ernestiner Ernestinische Linie: Kurfürst Ernst von Sachsen (1441-1486) war, nach der Landesteilung 1485, der Begründer der ernestinischen Linie und erhielt neben dem Kurkreis um Wittenberg den Großteil der Landgrafschaft Thüringen mit den fränkischen und vogtländischen Besitzungen sowie Teile des Pleißen – und Osterlandes. 1548 auch eine Hohe Schule in Jena, die 1558 durch kaiserliche Bestätigung zur Universität erhoben wurde. Sie sicherte in der Anfangszeit vor allem die Ausbildung von Pfarrern und Schuldienern und untermauerte den Anspruch Johann Friedrichs, sein Territorium weiterhin als Ort des „wahren Luthertums“ präsentieren zu können. Erst 1552 erfolgte die Entlassung aus der kaiserlichen Gefangenschaft. 1554 verstarb Johann Friedrich I. Er wurde in Weimar beigesetzt.

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Johann Friedrich I.

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Kurfürst Johann Friedrich I.

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